Category: Kabelsalat


Die Tücken der Videoproduktion mit DSLRs sind ja inzwischen hinreichend bekannt. Um den recht eng gesteckten bzw. komprimierten Farbraum der Standard-H.264 Aufzeichnung zu optimieren, empfiehlt Technicolor jetzt den Einsatz ihres speziellen ´CineStyle´ Picture Styles für die Canon Eossen, wie slashcam berichtete.
Dass man durch eine flache Einstellung des Picture Profiles bei der Videoaufzeichnung eine zu starke Kompression in den dynamischen Randbereichen und den damit einhergehenden Verlust von Bildinformation vermeiden kann, weiss man auch von z.B. den Sony EX-Cams. Ob die Verwendung des Technicolor Profiles tatsächlich einen großen Vorteil gegenüber eigens erstellten “superflat” Profilen wie diesen bedeutet, werden wir morgen vor dem my Interview-Dreh mal testen.

Leider nicht so einfach zu bekämpfen ist jedenfalls die Eos-typische Neigung zu Moiré und Alias Effekten. Als ich auf folgendes, leider recht überflüssiges Tool stieß, stieg für einen kurzen Moment die Hoffnung in mir auf, das Problem könnte doch noch in den Griff zu bekommen sein. Ein wenig Nachdenken bringt einen jedoch schon zu dem Schluss, dass ohne z.B. Manipulation der Firmware oder dem Nachrüsten eines optischen Tiefpass-Filters nichts hergezaubert werden kann, was nicht vorhanden ist. Eher wegzaubern, und das kann der angebotene Filter für FCP tatsächlich. Man muss sich allerdings damit abfinden, dass er nicht nur die hässlichen Farbsäume eliminiert, sondern den Rest der Farbabstimmung gleich mit, was nicht so einfach zu reparieren ist. Den Moiré und Alias-Effekt in der Luminanz berührt er erst gar nicht. Also alles wie gehabt.

Tja – immerhin verlinkt der Autor auf einen sehr interessanten Grundsatz-Artikel zum Thema Aliasing, was dort jeweils als temporales, räumliches und besonders als das digitale Phänomen schlechthin dargestellt wird. Der Stroboskop-Effekt, wie er sich auf abgewandelte Weise im Rolling-Shutter aller möglichen Kameras wieder findet, wird mit einem psychedelischen Video illustriert. Es entstehen Formen, die sich vom Objekt abkoppeln und stattdessen von der Reaktionsfähigkeit, den internen Zyklen und Algorithmen der Kameras bestimmt werden. So- jetzt reichts aber, hier das Video, angeblich mit iPhone aufgenommen:

Review von der NAB

Ihr erinnert euch an den bloggenden Kameranerdmann Tom Guilmette, der einen wundervoll sinnlichen Tag mit der Phantom Flex auf dem Hotelzimmer verbracht hat? Er hat noch mehr mit Slo-Mo rumgespielt. Erwartungsgemäß ein Augenschmaus:

Und außerdem eine temperamentvolle, wenn auch nicht streng repräsentative Zusammenfassung der NAB 2011 von ebendemselbem:

Kameravergleich Teil 2

Kameravergleich